Eine Hausratversicherung zählt für viele Haushalte zu den sinnvollsten Absicherungen. Feuer, Wasser oder ein Einbruch. Ereignisse, die Ihre Einrichtung beschädigen oder zerstören können. Hier hilft die Hausratversicherung. Sie ersetzt alle „beweglichen“ Gegenstände in Ihrem Zuhause wie Möbel, Kleidung, Haushaltsgeräte und Wertsachen zum Neupreis.
Wer braucht eine Hausratversicherung?
Grundsätzlich ist die Versicherung für jeden sinnvoll, dessen gesamter Hausrat bei einem Verlust finanziell schwer zu ersetzen wäre oder das Risiko besonders hoch ist. Beispielsweise ist das Einbruchsrisiko bei Ein- oder Zweifamilienhäusern oder Erdgeschosswohnungen deutlich größer.
Eine eigene Hausratversicherung ist meist nicht notwendig für Studenten und Azubis. Studenten, Azubis sind oft noch über die Hausratversicherung der Eltern mitversichert, sofern sie keinen eigenen festen Erstwohnsitz begründen. Schauen Sie in die Versicherungsbedingungen Ihrer Hausratversicherung oder sprechen Sie Ihren Versicherungsvermittler darauf an.
Was versichert die Hausratversicherung?
Die Hausratversicherung schützt alle beweglichen Gegenstände in Ihrer Wohnung oder Haus – vereinfacht gesagt: Alles, was herausfallen würde, wenn man das Gebäude auf den Kopf stellt.
Versicherte Gefahren (Standardabdeckung):
- Feuer: Brand, Explosion, Implosion, Blitzschlag.
- Leitungswasser: Wasserschäden durch platzende Rohre, defekte Waschmaschinen- oder Spülmaschinenschläuche.
- Einbruchdiebstahl & Vandalismus: Diebstahl durch gewaltsames Eindringen sowie Vandalismus nach einem Einbruch. Oft ist der Schaden durch den Einbruch deutlich höher, als der Wert der entwendeten Gegenstände.
- Sturm & Hagel: Schäden durch direkte Sturmeinwirkung (ab Windstärke 8).
Versicherte Werte:
- Möbel, Kleidung, Elektrogeräte, Teppiche, Bücher.
- Wertsachen (Bargeld, Schmuck, Kunst) bis zu einer bestimmten Entschädigungsgrenze (meist 20–30 % der Versicherungssumme).
- Erstattet wird in der Regel der Neuwert; also der Preis, den man heute zahlt, um den Gegenstand neu zu kaufen.
Gibt es Bedingungsunterschiede?
Die Tarife und damit auch die Prämien unterscheiden sich in folgenden Punkten:
- Grobe Fahrlässigkeit: Ein guter Tarif verzichtet auf den Einwand der groben Fahrlässigkeit. Beispiel: Sie verlassen die Wohnung und lassen das Fenster auf Kipp oder Sie vergessen die Kerze auf dem Wohnzimmertisch auszumachen. Gute Tarife erstatten bei Schaden auch hier den Neuwert voll.
- Unterversicherungsverzicht: Wird die Versicherungssumme pro Quadratmeter ermittelt (meist ca. 650 €/m²), verzichtet der Versicherer im Schadenfall auf die Prüfung, ob Sie unterversichert sind.
- Überspannungsschäden durch Blitzschlag: Bei älteren Tarifen oft begrenzt, in modernen Tarifen meist bis zur Versicherungssumme standardmäßig enthalten.
- Außenversicherung: Schützt Ihren Hausrat vorübergehend auch außerhalb der Wohnung (z. B. Gepäck im Hotelzimmer während des Urlaubs).
- Elementarschäden (Zusatzbaustein): Schutz vor Naturgefahren wie Starkregen, Überschwemmung, Rückstau oder Schneedruck. Dies ist in Standardpolicen oft nicht enthalten und muss extra vereinbart werden.
- Fahrraddiebstahl / E-Bikes (Zusatzbaustein): Deckt den Diebstahl von Fahrrädern auch außerhalb der Wohnung (z. B. unterwegs vor dem Supermarkt) ab.
Was kostet eine Hausratversicherung?
Die Kosten richten sich nach Wohnort (Einbruch- und Schadenrisiko der Region), Wohnfläche, Versicherungssumme und gewählten Zusatzbausteinen.
Richtwerte für Jahresbeiträge:
- Kleine Wohnung (ca. 50 m²): ca. 30 € bis 60 € pro Jahr
- Mittlere Wohnung (ca. 80 m²): ca. 50 € bis 100 € pro Jahr
- Großes Einfamilienhaus (ca. 140 m²): ca. 90 € bis 200 € pro Jahr; oder mehr mit Elementarschutz und teuren E-Bikes
Tipp: Sprechen Sie mit Ihrem Versicherungsvermittler Ihren konkreten Absicherungswunsch durch. Er unterstützt Sie bei der Ermittlung der passenden Versicherungssumme und der Auswahl geeigneter Zusatzbausteine. Dann gibt es im Schadenfall auch keine unliebsamen Überraschungen.